Verwechslung von Wunsch und Ziel

Warum ist die Unterscheidung von Wunsch und Ziel wichtig? In der Paartherapie sage ich dazu immer: Ist es ein Tagtraum? Oder soll es Wirklichkeit werden?

Ein Wunsch unterscheidet sich grundsätzlich von einem Ziel. Bei einem Wunsch wünsche ich mir etwas, dass heißt, ich setze die Vermutung voraus, dies nicht aus eigener Kraft verwirklichen zu können. Oder ich wünsche mir etwas, für das ich nicht bereit bin die Konsequenzen zu tragen oder keine Lust habe, mich darum selbst zu kümmern. Bei einem Wunsch wird erwartet, das Gewünschte geschenkt zu bekommen oder dass sich irgendwelche Umstände verbessern. Typisches Beispiel für eine Wunsch ist das Abnehmen wollen ohne irgendetwas im Leben zu verändern.

Ein Ziel ist etwas, was man selbst erreichen kann und auch will. Man ist bereit zu planen und Schritte sowie Konsequenzen zu tragen.

Vom Wunsch zum Ziel?

Das bedeutet, dass man nachspüren sollte, wenn man das Gefühl hat, etwas zu wollen. Ist es ein Wunsch, dessen Erfüllung zwar begrüßt wird, dessen Kosten und Konsequenzen man aber nicht tragen will, oder ist es etwas, wofür man selbst gerade steht? Ein Ziel kann man planen und Schritt für Schritt erreichen. Ein Wunsch bleibt solange ein Wunsch, bis irgend jemand ihn erfüllt. Oder wir ein Ziel mit allen Konsequenzen aus dem ihm machen.

“Bestellte” Wünsche werden selten automatisch zu erreichten Zielen:

Nicht immer verkünden einschlägige Bücher, wie man Gedanken in Realitäten umsetzt, und dass eine bloße Bestellung beim Universum zur Zielerreichung meist nicht ausreicht.

Interviews von Vera Matt finden Sie auf der Medienspiegel-Seite:

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Vera Matt ist bekannt aus:

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