Partnerschaft ist Interaktion. Jedoch sind gefährliche Irrtümer in Beziehungen weitverbreitet. Manche davon können zu einer Entfremdung der Partner führen. Erste Trennungsgedanken entstehen meist, wenn man merkt, dass der Partner doch nicht perfekt ist. Alles, was zwischen Menschen geschieht, ist Interaktion. Um es mit Paul Watzlawick zu sagen: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Die Unausweichlichkeit der […]
Partnerschaft ist Interaktion. Jedoch sind gefährliche Irrtümer in Beziehungen weitverbreitet. Manche davon können zu einer Entfremdung der Partner führen. Erste Trennungsgedanken entstehen meist, wenn man merkt, dass der Partner doch nicht perfekt ist.
Alles, was zwischen Menschen geschieht, ist Interaktion. Um es mit Paul Watzlawick zu sagen: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Die Unausweichlichkeit der gegenseitigen Kommunikation ist einer der Gründe, warum eine „Kränkung“ in der Partnerschaft häufig vorprogrammiert ist (E. Müller-Luckmann: „Die große Kränkung“). Hierbei kann es nicht um die Zuweisung von Schuld gehen!
Es gibt viele verbreitete Grundannahmen über Partnerschaft, die ins Leere führen. Häufig sind diese gar nicht bewusst. Dennoch wirken sie:
Ich vertrage Kritik
Häufig wird die Fähigkeit, Kritik zu ertragen, völlig überschätzt. Aufrichtige und konstruktive Kritik kommt selten vor! Sie setzt voraus, dass der Kritiker kein Mütchen an uns kühlen will. Kritik bedeutet immer, dass der andere ein anderes Bild von uns hat als wir selbst. Das kann hilfreich sein, aber auch schmerzhaft – auf jeden Fall handelt es sich um die subjektive Wahrheit des Kritikgebers. Sich dies klarzumachen, wäre hilfreicher, als sich verletzt zu fühlen.
Kritik äußern kann jeder
Es bedarf des ausbalancierten Taktgefühls, Kritik konstruktiv anzubringen. Konstruktive Kritik ist ein echter Freundschaftsdienst. Wer uns nie kritisiert, interessiert sich wahrscheinlich nicht für uns. Wer immer kritisiert, ist möglicherweise eher ein Rivale als ein Freund…
Liebe weckt Gegenliebe
Jemandem Gefühle entgegenzubringen bedeutet nicht, dass der andere diese entgegennehmen möchte. Oder erwidern wird. Beständige Gefühlszuwendung rührt weder, noch kommt sie besonders gut an oder macht weich …
Hauptsache ehrlich
Oft hört man, dass Partner alles ertragen könnten, solange es „ehrlich“ ist. Häufig sprechen Paare jedoch erst dann ehrlich miteinander, wenn es schon zu spät ist.
Ehrlichkeit kann nur konstruktiv sein, wenn sie zeitnah kommuniziert wird und mit so etwas wie „tätiger Reue“ verbunden ist. Dies wiederum setzt voraus, dass der Partner dies akzeptiert und wertschätzt – d. h., nicht bei passender und unpassender Gelegenheit wieder damit anfängt. Nichts gesagt ist auch schon gelogen – sagt ein Sprichwort.
Partnerschaft aus „um-zu´s“
Manche Menschen haben eine Menge Gründe, eine Partnerschaft einzugehen. Viele dieser Gründe sind „um‑zu“-Gründe. Um nicht mehr zu Hause wohnen zu müssen, zieht man zusammen. Manche Menschen wollen endlich verheiratet sein. Hierfür braucht man in erster Linie einen heiratswilligen Partner. Es kann auch sein, dass neben der Heiratsabsicht den bisherigen langweiligen Lebensbedingungen entronnen gewollt wird. Früher trachteten viele Frauen danach, Frau Doktor zu werden, die Frau eines Beamten (Pension!), Künstlergattin oder etwas Ähnliches zu werden, oder ein großes Haus mit Garten zu haben. Sex zu legalisieren dürfte in der heutigen Zeit hierzulande keine Rolle mehr spielen.
Bilde ich mir das ein?
- Vielleicht fragst du dich, ob du zu empfindlich bist.
- Vielleicht drehst du dich im Kreis, wer schuld ist.
- Vielleicht fühlst du dich klein, obwohl nichts Greifbares passiert ist.
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Nicht das, was am lautesten ist
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Partner sein – Teilhaberschaft
„Du bist meine Welt“ schafft eine gefährliche Irrealität, durch die eine Partnerschaft von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Man kann nicht ungeprüft davon ausgehen, zu wissen, was der andere denkt, hofft, will oder wozu er Lust haben wird.
Man kann nicht alles mit dem anderen teilen.
Jeder bleibt ein einzelner Mensch für sich! Je mehr jeder sich seiner eigenen Identität und Individualität gewahr ist, umso besser kann er Partner sein.
Gefährliche Irrtümer in Beziehungen halten sich oft hartnäckig im Verborgenen versteckt. Von dort aus veranstalten sie wahrhafte Problem-Trancen. Erst wenn Krisen und Streitereien reflektiert werden, kommt man den Unholden auf die Schliche.
Viele dieser Irrtümer halten sich so hartnäckig, weil ein altes Muster sie stützt. Welches bei euch mitläuft, findest du in wenigen Minuten im kostenlosen Check heraus.
