Angst vor Ablehnung durch den Partner

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Die wohl häufigste Angst, die mir in der Praxis beschrieben wird, ist die Angst vor der Ablehnung. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen: einmal ist die Angst vor Ablehnung nur manchmal da und wird nur als hemmend empfunden, ein anderes mal wird geschildert, wie Angst vor Ablehnung den Alltag prägt. Aus der Angst vor Ablehnung wird meist die Angst vor einer drohenden Trennung.

Was Angst vor Ablehnung nach sich zieht:

Ist diese Angst ein großes Problem, dann ziehen sich die betroffenen Menschen häufig zurück, neigen dazu, deprimiert, verletzt und schüchtern zu werden. Es werden in der Folge auch häufig enge Beziehungen vermieden. Wodurch das Problem leider immer größer wird.

Angst wächst von alleine:

Hat man erst einmal einschlägige Ablehnungen erfahren, kann ein Kreislauf der Angst vor Ablehnung beginnen. Jemand sagt irgendetwas belangloses so dahin, und der Mensch mit Angst vor Ablehnung bezieht es auf sich und deutet es als Ablehnung. Sammelt er allen Mut und spricht die empfundene Ablehnung an, kann es sein, dass in diesem Moment beim gegenüber statt Verständnis echte Ablehnung entsteht.

Häufige Strategien bei Angst vor Ablehnung:

Friedhöflichkeit…

Um den befürchteten Weltuntergang zu vermeiden sind die Betroffenen meist überangepasst nett, lieb und höflich. Ich schreibe jetzt nicht auf, was das psychisch nach sich zieht.

Tapetenmuster…

Auch mit dem Hintergrund verschmelzen ist hilfreich, um nicht aufzufallen. Wer nicht gesehen wird, kann auch nicht abgelehnt werden. Andere auch nicht schöne Beschreibungen dieser Strategie sind graue Maus, Mauerblume. Auch hier schreibe ich nicht auf, was das psychisch nach sich zieht.

Flucht nach vorne…

Wenn man alles perfekt macht, kann man nicht abgelehnt werden. Hier treibt die Angst gnadenlos an. Es kann sein, dass Betroffene extrem Leistungsorientiert werden.

Was die Strategien zur Vermeidung der Angst vor Ablehnung psychisch nach sich ziehen ist pauschal gesagt: Die Betroffenen stellen sich selbst hinten an, kommen selbst viel zu kurz, wollen und können ihre Meinung nicht klar sagen und vermeiden es, andere für schlechtes Verhalten ihnen gegenüber zu kritisieren. Jeder kann über ihre Grenzen gehen, denn diese sind – wenn überhaupt – nicht klar definiert. Beim Perfektionismus mit dem Hang zur Flucht nach Vorne ist das besonders fatal. Er bekommt Lob und Anerkennung und leistet in der Folge noch mehr. Überforderung ist vorprogrammiert. Generell besteht die Gefahr, dass sich Zwänge und Burn – out aus dieser Angst heraus entwickeln können.

Hypnose kann bei Angst gute Unterstützung bieten

Mit unserem Verstand kommen wir der Angst meist nicht bei. Wir wissen, dass wir nichts zu befürchten haben. Oder es nicht schlimm ist, wenn nicht immer alle uns toll finden. Doch der Angst ist das egal. Mit Hypnose gibt es verschiedene Ansätze, die sehr tief wirken. Dadurch kann die Angst schwinden.

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