Selbstsicherheit und Schüchternheit

Partnerschaften verbessern sich oft, wenn der oder die Schüchterne selbstsicherer wird. Schüchternheit hat viel mit Ängsten zu tun. Auch Eifersucht kommt aus diesen Ängsten heraus zustande. In einer Beziehung kann das ziemlich belastend sein, wenn sich einer nie traut, Tacheles zu reden. Selbstsicherheit und Schüchternheit hängen eng zusammen.

Diese Ängste können aus der Kindheit stammen. Möglicherweise können Sie beobachten, mit welcher Selbstsicherheit und Unbefangenheit ganz kleine Kinder auf andere Menschen zu gehen? Wie sie ein Nein schnell verarbeiten und unbefangen weiter spielen, statt wie wir Erwachsene fast eine Krise deswegen zu bekommen? Die meisten kleinen Kinder kennen keine Schüchternheit. Schüchternheit kommt erst später.

Durch Ängste lassen sich Erwachsene davon abhalten, selbstsicher und mutig durchs Leben zu schreiten. Würden wir uns nicht durch Ängste selbst klein halten, würden wir uns frei von Hemmungen entfalten. Dann gäbe es keine Duckmäuser, Zuschauer und andere schlimm angepassten Erdulder.

Ängste lähmen uns. Das führt zu Hemmungen. Die Hemmungen bestimmen das Verhalten. Es ist ein bisschen so, als ob die Ängste den Wasserhahn unserer Energie und Selbstsicherheit zudrehen würden. Was noch heraus rinnt, gleicht Tropfen..

Selbstsicherheit gewinnen:

Selbstsicherheit kann man nur gewinnen, wenn man sich seinen Ängsten ein Stück weit stellt.

Es ist nicht notwendig, die Entstehung seiner Ängste bis ins letzte Detail zu erforschen. Oft reicht eine einzige Hypnose Sitzung aus, um zu erleben, dass man nicht mehr hilflos oder ausgeliefert ist wie damals oder dass man nicht Abhängig ist vom Lob der Eltern.

Selbstsicherheit verliert man oft durch beste Absichten:

Als Kinder brauchten wir unsere Eltern um zu leben. Nichts verletzt ein Kind mehr als die Angst, nicht mehr von den Eltern gemocht zu werden. Dies wird häufig völlig unbewusst von Eltern ausgenutzt, in dem sie bestimmte Verhaltensmuster so loben, dass der Eindruck beim Kind entsteht, dass es nur durch diese gemocht wird.

Diese Ängste, nicht mehr gemocht zu werden wenn man nicht aktiv brav ist, verselbständigen sich leider nur zu häufig. Eigentlich könnte man als Erwachsener frei sein von Nett sein müssen oder es anderen Recht machen zu wollen. Meist ist es dennoch so, dass viele sich durchringen müssen, um das zu tun, was sie für richtig halten. Anschließend setzt dann das schlechte Gewissen ein…

Selbstsicherheit verliert man auch durch Kritik:

Ein Psychologe hat einmal errechnet, dass ein Kind bis zu seinem 5. Geburtstag rund 40.000 mal getadelt wurde. Das sind 22 Kritik Einheiten pro Tag… wen wundert es, dass so viele Erwachsene Probleme mit ihrer Selbstsicherheit haben?

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