Machtkämpfe in Beziehungen

Machtkämpfe in Beziehungen. Frau duckt sich ängstlich weg, Mann scheint sie zu bedrohen.

Machtkämpfe in Beziehungen finden meist unbewusst statt. Macht ausüben in einer Beziehung bedeutet: das Denken, Handeln und Fühlen des Partners zu beeinflussen. So, dass es angenehmer und komfortabler wird. Allerdings nur für denjenigen, der die Macht ausübt… Hier dreht sich etwas völlig um: was gerne freiwillig geschenkt wird, wird durch manipulatives Verhalten mehr oder weniger […]

Machtkämpfe in Beziehungen finden meist unbewusst statt.

Macht ausüben in einer Beziehung bedeutet: das Denken, Handeln und Fühlen des Partners zu beeinflussen. So, dass es angenehmer und komfortabler wird. Allerdings nur für denjenigen, der die Macht ausübt…

Hier dreht sich etwas völlig um: was gerne freiwillig geschenkt wird, wird durch manipulatives Verhalten mehr oder weniger direkt eingefordert.

Ein Machtkampf kann auch bedeuten, dass man den anderen nicht wahrnehmen will…

Wenn jemand nicht wissen will, was der andere denkt oder fühlt, muss das nicht unbedingt ein direkter Machtkampf sein. Auch sich nicht dafür interessieren, was der andere macht oder erlebt, ist eigentlich kein direkter Machtkampf, sondern eher indirekt. Man bekämpft stellvertretend am Partner eigene Bereiche.

Hier wird versucht, die eigenen Schattenseiten im anderen zu bekämpfen, um sich selbst nicht genauer betrachten zu müssen.

Ein und derselbe Machtkampf kann über viele Jahre hinweg ausgetragen werden, wenn man die Verantwortung für den Machtkampf im anderen zu finden glaubt.

Wie löst man einen Machtkampf auf?

Um einen Machtkampf aufzulösen ist es hilfreich, genauer in den eigenen Schatten zu schauen. Wenn ich z.B. so erzogen wurde, dass ich immer wieder zu großen Opfern bereit bin um Harmonie zu erzeugen, habe ich nie gelernt, meine eigenen Grenzen zu respektieren. Ich werde mit großer Sicherheit meinen eigenen Zorn nicht wahrnehmen, ihn leugnen, unter den Teppich kehren und unfähig sein, Zorn aus zu drücken. Aber wohin mit meinen Gefühlen? Ich werde mir einen anderen Weg suchen: Beleidigt sein, stiller Rückzug, größerer Freiheit, Rechthaberei, Pedanterie oder der Suche nach einem besseren Lebensgefährten.

In der Schattenseite ist nicht nur Zorn… sondern die ganze Bandbreite dessen, was wir bei Anderen ablehnen. Das  wird durch einen Machtkampf sichtbar wird!

Jedes mal, wenn dir dein Partner den Gefallen tut, dir einen Grund zum dich aufregen zu liefern, könntest du untersuchen, welchen Aspekt von dir selbst du nicht wahrgenommen hast.

Dann kann der Machtkampf dort ausgefochten werden, wo er hingehört. Denn ein Machtkampf ist manchmal auch ein Entwicklungsbeschleuniger  😉

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