Machtkämpfe in Beziehungen

Machtkämpfe in Beziehungen. Frau duckt sich ängstlich weg, Mann scheint sie zu bedrohen.

Hast Du Dir schon einmal überlegt, dass Machtkämpfe in Beziehungen Spiegelfechtereien mit deinem eigenen Schatten sein können?

Machtkämpfe in Beziehungen finden meist unbewusst statt.

Macht ausüben in einer Beziehung bedeutet, das Denken, Handeln und Fühlen des Partners zu beeinflussen. So, dass es angenehmer und komfortabler wird. Allerdings nur für denjenigen, der die Macht ausübt …

Hier dreht sich etwas völlig um: Was gerne freiwillig geschenkt wird, wird durch manipulatives Verhalten mehr oder weniger direkt eingefordert.

Den Anderen nicht wahrnehmen wollen?

Wenn jemand nicht wissen will, was der Andere denkt oder fühlt, muss das nicht unbedingt ein direkter Machtkampf sein. Auch sich nicht dafür interessieren, was der Andere macht oder erlebt, ist eigentlich kein direkter Machtkampf, sondern eher indirekt. Man bekämpft stellvertretend am Partner eigene Bereiche.

Hier wird versucht, die eigenen Schattenseiten stellvertretend am Anderen zu bekämpfen, um sich selbst nicht genauer betrachten zu müssen.

Ein und derselbe Machtkampf kann über viele Jahre hinweg ausgetragen werden, wenn man die Verantwortung für den Machtkampf im Anderen zu finden glaubt.

Wie löst man einen Machtkampf auf?

Um einen Machtkampf aufzulösen ist es hilfreich, genauer in den eigenen Schatten zu schauen. Wenn ich z.B. so erzogen wurde, dass ich immer wieder zu großen Opfern bereit bin, um Harmonie zu erzeugen, habe ich nie gelernt, meine eigenen Grenzen zu respektieren. Ich werde mit großer Sicherheit meinen eigenen Zorn nicht wahrnehmen, ihn leugnen, unter den Teppich kehren und unfähig sein, Zorn auszudrücken. Aber wohin mit meinen Gefühlen? Ich werde mir einen anderen Weg suchen: Beleidigt sein, stiller Rückzug, größere Freiheit, Rechthaberei, Pedanterie oder auf der Suche nach einem besseren Lebensgefährten.

In der Schattenseite ist nicht nur Zorn … sondern die ganze Bandbreite dessen, was wir bei anderen ablehnen. Das  wird durch einen Machtkampf sichtbar wird!

Jedes mal, wenn dir dein Partner einen Grund zum Aufregen zu liefert, könntest du untersuchen, welchen Aspekt von dir selbst du nicht wahrgenommen hast.

Dann kann der Machtkampf dort ausgefochten werden, wo er hingehört. Denn ein Machtkampf ist manchmal auch ein Entwicklungsbeschleuniger  😉

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