3 Gründe für Frühlingsgefühle

Aktualisiert am

Gelegenheit macht Liebe. Nach einem langen kalten Winter ziehen uns die ersten Sonnenstrahlen hinaus aus unseren vier Wänden. Wir gehen wieder unter Menschen. Frühlingsgefühle flattern durch die Luft.
Anscheinend steigt die Flirtlaune proportional zu den Temperaturen.

Hormone

Doch das ist nicht alles. Frühlingsgefühle liegen auch in der Luft. Der Sexualsoziologe Werner Habermehl sagt, dass die Frühlingsdüfte unsere Synthese von Serotonin stimulieren. Da dieses Hormon unter anderem für gute Laune zuständig ist, gehen wir fröhlich und aufgeschlossen auf Andere zu. Auch unsere Schilddrüse steigert ihre Aktivität im Frühling, was sich positiv auf unser Empfinden auswirkt.

Im Winter hingegen produziert unsere Zirbeldrüse vermehrt das Schlafhormon Melatonin. Es ist die gemütliche Jahreszeit, wir leben die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Viele Menschen leiden in dieser Zeit an leichten depressiven Verstimmungen.

Im Frühling schraubt der Körper die Produktion dieses Hormons herab, was uns munterer werden lässt und stimmungsaufhellend wirkt. Leichtigkeit und Lebensfreude kehrt zurück.

Leicht bekleidet

Mit Sicherheit spielen auch optische Reize bei der Flirtlust im Frühling eine Rolle. Dicke Wintermäntel werden abgelegt, Kapuzen abgenommen. Ein dicker Rollkragenpulli und eine Mütze sind nun mal nicht so sexy wie eine aufgeknöpfte Bluse und wehendes Haar. Auch Frauen lieben den Anblick von Männerhaut. Schals und dicke Pullover lassen kaum Frühlingsgefühle aufkommen. Optische Aspekte sind ein erster Lustmacher, einen anderen Menschen kennen lernen zu wollen.

Sonne

Betrachtet man unseren Globus, kommt eine weitere Erkenntnis. Überall dort, wo mehr Licht ist, wird mehr geflirtet. Sonne und Serotonin… das lässt uns in Flirt Lust geraten. Mit mehr Sonne am Tag steigt die Lebensfreude. Mit dieser steigt die Lebenslust. Je glücklicher man sich selbst fühlt, umso mehr strahlt man auch andere Menschen an. Das alleine ist meist schon der Beginn eines Flirts!

Dennoch gibt es kultuerell bedingte Einschränkungen. München hat zwar mehr Sonne als Köln, Kölner flirten aber trotzdem häufiger als Münchner. Und Italiener mehr als Griechen.

Frühlingsgefühle entstehen also aus einem bunten Mix aus Düften, optischen Eindrücken und Hormonen, allesamt durch Sonnenlicht und warme Temperaturen beeinflußbar. Je nach Temperament und regionalen Kulturen wird drauf los geflirtet.