Wenn Trigger, innere Kinder und die Vergangenheit miteinander streiten

Wenn Trigger, innere Kinder und die Vergangenheit miteinander streiten. Frau stützt ihr Gesicht in ihre Hände.

Streitest du immer fair und wirklich redlich? Wie ein Erwachsener? Möchtest du wissen, warum du innerlich mitunter im sprichwörtlichen Sandkasten sitzt und dich mit deinem Partner um ein Schäufelchen zankst?

Wieso streiten wir bloß immer wieder mit unseren Liebsten? Dabei wissen wir hinterher oft gar nicht mehr so richtig, worum es eigentlich ging. Die Überschrift dieses Artikels deutet schon an, Trigger, innere Kinder und die Vergangenheit können dich dazu bringen. Das ist in der Paartherapie gar kein seltenes Phänomen. Häufig entsteht Streit, der kaum etwas mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Dieser Streit wird von Wahrnehmungen ausgelöst, die durch deine, zum Teil frühkindlichen Erfahrungen und Erinnerungen begründet sein können.

Schwerwiegende Probleme wie Untreue oder fehlendes Vertrauen nach dem Seitensprung, Eifersucht, Bindungsängste oder eine drohende Trennung müssen gar nicht vorhanden sein, trotz größter Liebe können Nichtigkeiten Streit entfachen.

Häufig nehmen wir Bemerkungen schmerzhafter wahr, als sie gemeint sind. Wir halten uns dann nicht mit allen Sinnen im Hier und Jetzt auf. Etwas Schmerzhaftes aus der Vergangenheit bewirkt diese emotionale Verzerrung in der Gegenwart. Dabei spielen Trigger eine große Rolle.

Warum können Trigger Streit auslösen?

Ein Tonfall, ein Geräusch, aber auch ein Blick, Geruch, eine bestimmte Art der Berührung oder einfach nur eine bestimmte Stimmung können der Auslöser sein, um alte Verletzungen ins Spiel zu bringen. Dies läuft automatisch unbewusst im limbischen System ab, nur schlechte und verletzte Gefühle sind zu bemerken.

Diese Gefühle können sehr stark sein!

Oftmals spürst du jedoch auch bewusst Gefühle aus deiner Kindheit. Du hattest damals starke Emotionen wie Angst, Wut oder Hilflosigkeit, die von deinen Eltern nicht bemerkt wurden. Du fühltest dich alleingelassen, ungeliebt in diesen Momenten und nicht wahrgenommen. Manchmal wurdest du vielleicht zudem noch von deinen Eltern bestraft. Du konnte keinen Einfluss nehmen auf die Eltern oder die Erfüllung deiner Gefühle. Dadurch wurden die Gefühle immer stärker. Die Bezugspersonen konnten nicht gut darauf reagieren und machten innerlich dicht: Sie mauerten, statt auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Deshalb wurde im limbischen System gespeichert, dass alles bedrohlich ist, was mit Angst, Trauer, Ärger oder Wut zu tun hat. Denn das wurde früh getriggert.

Als Erwachsener in einer Situation, die ähnliche Gefühle hervorruft, kann es sein, dass innere, hilflose Kinder gesehen und geheilt werden wollen. Das fühlt sich unangenehm an und du würdest am liebsten wegrennen.

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Nerven dich eure ewigen Streitereien?

Du sagst hü, er sagt hott. Oder du ping, er pong. Oder du reagierst allergisch auf Bemerkungen, die vielleicht gar nicht blöd gemeint waren. Wie wäre es, wenn ihr euch statt zu streiten gut unterhalten könntet, mit Leichtigkeit und Freude miteinander reden könntet?

Hört auf, euch zu verletzen. Lernt stattdessen, tolle Gespräche miteinander zu führen!

Deshalb brechen diese Gefühle auch bei Erwachsenen hin und wieder an die Oberfläche durch. Sie sind wie Klingelleitungen. Der Partner oder die Partnerin drückt bloß auf die Knöpfe.

Wenn dein Partner z.B. die Augen verdreht oder dich mit einem bestimmten Blick anschaut, kann es sein, dass dich das sehr schnell auf die Palme bringt. Dann wurde wohl ein Trigger erwischt.

Woran können Sie erkennen, dass Trigger aus der Vergangenheit aktiv sind:

  • Sofort alles als Streit empfinden
  • Schnell in eine Verteidigungshaltung fallen
  • Im Streit treten heftige Gefühle auf, die mit der aktuellen Situation nichts zu tun haben
  • Es gibt Emotionen, die in der Kindheit von den Eltern nicht gut begleitet wurden
  • Streit fühlt sich im Hier und Jetzt katastrophal und existenzbedrohend an
  • Wenn bestimmte Bemerkungen oder Gesten bei dir Verunsicherungen hervorrufen

Was tun, wenn Trigger aktiv sind?

Im Grunde geht es darum, die eigenen Trigger zu erkennen, um sie dann aussprechen und sich selbst beruhigen zu können. Das ist oft weit schwieriger als du denkst und in schweren Fällen ohne Hilfe beinahe unmöglich, weil Stress-Kreisläufe entstehen und die ältesten Hirnareale das Handeln auf Kämpfen-Fliehen-Totstellen reduzieren.

Wenn du bemerkst, dass dein Partner so reagiert, kannst du einen Schritt zurücktreten und sagen, was du einerseits beobachten und andererseits beabsichtigst.

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