Krise in der Beziehung

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Hinterherlaufen oder Wegrennen? Jede Krise in der Beziehung sollte ernst werden genommen , denn sonst kann das zum Abschied vom Partner führen.

Ungleichgewicht in Beziehungen ist ein uraltes Thema. Es gibt die unterschiedlichsten Formen des Ungleichgewichts. So ist z.B. Manipulation als Lösungsversuch häufig anzutreffen.

In der einen Beziehung kann der Partner durch Wortkargheit und schlechte Laune gesteuert werden, in einer anderen vielleicht mit dem Einfordern von z.B. Nähe. In wieder einer anderen Beziehung geht es vielleicht darum, dass mit Ungewissheit, Unzuverlässigkeit und Hoffnung erzeugenden Versprechungen ein Hinterherlaufen erzeugt wird.

Klammern

Kennen Sie Beziehungen, in welchem der eine den anderen Partner vereinnahmt? Der eine den anderen ständig beobachtet, sich an ihm orientiert, keine wirklich eigene Meinung hat, überprüft, ob er noch geliebt wird? Häufig neigt diese Peron auch zu Aussagen, dass sie mehr von dem anderen will als der von ihr, keine Lust mehr habe, ständig hinterher zu laufen.

Möglicherweise kennen Sie dann auch jemanden, der oft ausweicht, sich hinter scheinbarer Arbeit verschanzt, innerlich abwesend wirkt? Möglicherweise wünscht sich dieser einfach mehr Ruhe in seinem Leben und hat keine Lust und keine Zeit, ständig seine Liebe (Zuneigung, Freundschaft oder Firmenloyalität) neu beweisen zu müssen.

Krankhafte Formen

Es gibt auch Beziehungen, in welchen der eine Partner den anderen absichtlich in die Rolle des Hinterherlaufenden schubst.

Das wirkt dann oft so, als ob der eine sich aufwertet, indem er den anderen abwertet. Menschen, die sich nicht gleichrangig fühlen, versuchen dies häufig durch Gefälligkeiten wett zu machen. Dies erzeugt aber weder Achtung noch Respekt sondern weit öfter Geringschätzung. Ein Teufelskreis kann entstehen.

Dieses Beziehungsmuster ist häufig zu beobachten, wenn Alkohol eine Rolle spielt.

Hier gibt es häufig einen starken, vernünftigen Partner, der keine Probleme hat. Der andere jedoch ist nicht nur süchtig nach Alkohol, sondern wird auch noch in einer emotionalen Abhängigkeit klein gehalten.

Paradoxerweise kann dies dann durch körperliche Aggression kompensiert werden. Dabei scheint es nicht so wichtig zu sein, ob die eigene oder die Gesundheit des Partners leidet. Häufig sind dann beide voneinander abhängig. Der Starke braucht den Schwachen schwach, um selbst stark sein zu können. Das ist wie bei einem kuriosen Spiegelbild: von jemandem abhängig sein, der selbst abhängig ist.

Klammern zwischen Eltern und Kind

Ungleichgewicht tritt nicht in um Paar Beziehungen auf, sondern auch um in Beziehungen zwischen Mutter und Kind, Vater und Kind und in allen vorstellbaren Beziehungen zwischen Menschen.

Besonders wenn ein Kind zum Partnerersatz wird, kann sich leicht ein sehr ungutes Muster einschleifen, welche zu einer Krise in der Beziehung als Erwachsener führen kann.

Die Eltern dachten nett, gut oder modern zu sein. Sie haben jedoch verpasst, dass Kind emotional und lebenspraktisch auf eigene Füße zu stellen. So unterschiedlich die Ausprägungen Formen auch sein mögen, gleich ist, dass die Aufmerksamkeit des Betroffenen beim Gegenüber ist. Der Fokus des Bewusstseins ist auf das “Du” gerichtet.

Dies kann wiederum unterschiedlich gestaltet sein.

Alle Beteiligten sind in einem System gefangen. Die Auswirkungen sind deutlich zu spüren. Aussteigen erscheint unmöglich, da das Fühlen der Auswirkungen alleine nicht ausreicht. Es kommt zu einer Krise in der Beziehung.

Es ist nicht klar zu sagen ist, ob sich der “Beobachtete” oder der “Verunsicherte” am schlimmsten fühlt.

Glückliche Paare

Es zeigt sich immer wieder, dass glückliche Langzeitbeziehungen von regelmäßigen Ritualen geprägt sind, bei welchen miteinander gesprochen wird. Eine reife Beziehung zeichnet sich auch dadurch aus, dass sich beide ohne Ansprüche und Erwartungen im Blick behalten, gleichzeitig sich beweglich und flexibel verhalten und den anderen ohne Besitzansprüche leben und sein lassen können. Dies als Betroffener alleine zu erreichen ist nicht oft einfach.

Kommunikation ist die wichtigste Angelegenheit gerade bei Paaren. Ist sie beeinträchtigt, wird es schwierig. Im Coaching oder in der Therapie kann man dies auf vielfältige Weise unterstützen. Hypnose kann Selbstwertgefühl und Lebensfreude aus sich selbst heraus zum Beispiel leicht erfahrbar machen. Aus der Anthroposophie gibt es eine Fülle von Übungen, die unterstützend wirken. Auch das NLP kennt Möglichkeiten, Sicherheit, Akzeptanz und Leichtigkeit in Beziehungen zu bringen.

Man muss sich nicht in erschreckender Weise verändern, sondern sich selbst häufig erstmal als “liebenswerten” Menschen wahrnehmen.

Ein kleiner Tipp für Beziehungen aus dem Krisen Coaching mit großer Wirkung

Sind Sie der “Beobachtete”?

Dann fragen Sie ihren Partner, an was dieser erkennen würde, dass er geliebt, akzeptiert o.ä wird. Häufig senden wir zwar gut gemeinte, jedoch für den Anderen nicht verdaubare Signale aus. Will der Andere einen sichtbaren Beweis? Oder muss der Andere es hören? Fühlt der Partner sich geliebt wenn er eine Berührung fühlt? Wie kann er es fühlen?

Finden Sie heraus, was der Andere braucht, um erkennen zu können, wie Sie zu ihm stehen. Bitte diskutieren Sie dann nicht darüber. Versuchen Sie, wie nach einer Art Gebrauchsanweisung umzusetzen, auf welche Art der Andere verstehen kann.

Sind Sie der “Klammerer”?

Stellen Sie sich selbst obige Fragen und bitten ihren Partner, künftig auf eine korrekte Übersetzung seiner Signale zu achten.

Des weiteren könnten Sie aufmerksam mit ihren Bedürfnissen umgehen. Was tut ihnen (außer Dinge ihren Partner betreffend) gut? Was könnten Sie sich selbst erlauben? Wann in ihrem Leben waren oder sind sie sich ihrer selbst ohne äußere Bestätigung völlig sicher? Was können Sie richtig gut?

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